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Historie

Im Laufe des 2. Weltkrieges wurden weite Teile des Frankfurter Stadtwaldes zerstört und mussten danach wieder aufgeforstet werden. Die vielen neu gepflanzten Bäume lockten allerdings Schädlinge an. Um die Schäden an den Jungpflanzen möglichst gering zu halten, begann der Forstbetrieb im Jahr 1954 auf dem Gelände der heutigen Fasanerie Jagdfasane zu züchten.

Als Insektenvertilger wurden diese auf den Wiederaufforstungsflächen ausgesetzt, um den Insektenfraß einzudämmen. In den heranwachsenden Waldbeständen fand der Fasan später keine geeigneten Lebensbedingungen mehr, die Fasanenzucht wurde daher aufgegeben.

Immer mehr Tierarten kamen hinzu und seit Mitte der 60er Jahre dient die Fasanerie zusätzlich als Tierauffangstation für verunfallte Wildtiere.
Ab 1976 konnte man das Gelände zunächst bei Führungen besichtigen, später wurde die Fasanerie frei zugänglich und ist seitdem anschaulicher Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit im Frankfurter Stadtwald.

Das starke Interesse der Bevölkerung am Frankfurter Stadtwald stieß jedoch in den relativ beengten räumlichen Verhältnissen der dortigen Blockhütte immer öfter an Grenzen.

Unter Forstamtsleiter Werner Ebert wurde 1989 mit der Planung für einen anspruchsvollen Neubau auf dem Gelände begonnen. Der Darmstädter Architekt Ot Hoffmann entwickelte ein offenes und sich mit seinen begrünten Dachflächen in die Umgebung einfügendes Gebäude. Im Mai 1995 wurde auf dem Gelände der Fasanerie schließlich ein neues forstlich-ökologisches Informationszentrum eingeweiht: das StadtWaldHaus.

Seit 2011 gibt es außerdem eine Wildkammer und einen Waldladen auf dem Gelände. Zu gesonderten Öffnungszeiten kann man hier regionale Produkte, vor allem Wildfleisch aus dem Frankfurter Stadtwald, erwerben. Das Wildfleisch erfreut sich nicht nur im Winter großer Beliebtheit, Bratwürsten und Steaks eignen sich in den wärmeren Monaten hervorragend zum Grillen.